DMB Mieterbund Wuppertal

Vereinsnachrichten

Mieterhöhung mit Mietspiegel auch bei Einfamilienhäusern

Eine Mieterhöhung bei einem Einfamilienhaus auf die ortsübliche Vergleichsmiete ist nicht schon deshalb formell unwirksam, weil sich der Vermieter auf einen Mietspiegel stützt.

Das gilt auch dann, wenn im Mietspiegel ausdrücklich erklärt wird, dass er auf Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern nicht anwendbar ist (BGH VIII ZR 54/15).

An die Begründung einer Mieterhöhung dürften keine zu hohen Anforderungen gestellt werden, entschied der Bundesgerichtshof. Liegt die verlangte Miete innerhalb der Mietspiegelspanne für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, dann reicht das aus. Es entspricht ja einem Erfahrungssatz, dass die Miete in Einfamilienhäusern über den Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern lägen. Die in den Mietspiegeln genannten Mieten können dem Mieter auf jeden Fall eine Orientierungshilfe für die Einschätzung geben, ob die vom Vermieter für eine Wohnung verlangte Miete der ortsüblichen Vergleichsmiete entspricht.

Geht es aber um die inhaltliche Richtigkeit des Mieterhöhungsverlangens, möglicherweise um die Begründetheit einer Vermieterklage auf die ortsübliche Vergleichsmiete, dann kann auf den Mietspiegel bei Einfamilienhäusern nicht zurückgegriffen werden.

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