DMB Mieterbund Wuppertal

Vereinsnachrichten

100. Stammtisch Energie der Verbraucherzentrale

Fotograf: Axel Löser

Am 5. April 2017 feierte der "Stammtisch Energie" von der Verbraucherzentrale NRW seine hundertste Veranstaltung in der VHS Wuppertal. Seit über zehn Jahren läuft die Veranstaltungsreihe einmal im Monat in der Volkshochschule Wuppertal.

Zu diesem Jubiläum wurde auf dem Podium mit Oberbürgermeister Andreas Mucke und Vertretern der Wuppertaler Hauseigentümer und Mieter über die Frage "Energiesparhäuser statt leerstehender Häuser" diskutiert. Die Veranstaltung war sehr gut besucht.

Der Deutsche Mieterbund Wuppertal wurde durch seinen Vorsitzenden Gerd Lange vertreten.

Ausgehend von einer Leerstandsquote von 6 % in Wuppertal wurde die Frage diskutiert, ob deshalb oder gerade trotzdem in die energetische Sanierung von Wohnungen investiert werden sollte. So kann die Dämmung der Wände, Austausch der Fenster und Erneuerung der Heizung zum einen den Wert der Häuser steigern und gleichzeitig die Betriebskosten für den Mieter senken, zum anderen ist dies ein Beitrag zum Klimaschutz. Mithin würden alle hiervon profitieren.

Andererseits dürfe die Energiekosteneinsparung für die Mieter nicht überschätzt werden; vielmehr kann eine mit der Modernisierung einhergehende Mieterhöhung die Höhe der Einsparung der Heizkosten erheblich übersteigen.

Als Lösungsansatz wurde diskutiert, die Kosten der energetischen Sanierung zwischen Mieter, Vermieter und Staat (günstige Kredite, Tilgungsnachlässe, steuerliche Abschreibungen) eventuell zu dritteln, damit die Anhebung der Miete nach einer energetischen Sanierung nicht zu hoch ausfalle.

Alternativ wurde seitens eines Vertreters der Verbraucherzentrale die Erhebung einer CO2 Steuer vorgeschlagen, mit der Öl- und Gasheizungen belegt werden könnten.

Herr Lange hingegen wies darauf hin, dass es mehr Information und Aufklärung für die Eigentümer und Vermieter bedürfe, welche staatlichen Fördermöglichkeiten diesen bereits jetzt schon zur Verfügung stehen.

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