DMB Mieterbund Wuppertal

Deutscher Mieterbund Wuppertal wendet sich gegen eine geplante Grundsteuererhöhung

Gerd Lange, Vorsitzender

Mit großer Besorgnis nimmt der Deutsche Mieterbund Wuppertal die Überlegungen des Stadtkämmerers zur Kenntnis, erneut die Grundsteuer zu erhöhen und hat sich diesbezüglich mit einem direkten Schreiben an Herrn Dr. Slawig gewandt.

“Wir geben zu bedenken, das die Attraktivität des Wohnstandortes Wuppertal durch diese Maßnahme erheblich beeinträchtigt wird”, so Gerd Lange, Vorsitzender des mehr als 12.000 Mitglieder umfassenden örtlichen Mietervereins. “Gerade im Vergleich zu den umliegenden Städten wird hier unsere Stadt durch eine solche eventuell ergehende Entscheidung geschwächt.”

Diese dadurch anfallenden Mehrkosten sind von den Eigentümern zu tragen bzw. von den Wohnungsmietern im Rahmen der Nebenkostenabrechnungen zu übernehmen.

In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben:
In Wuppertal gibt es ca. 24.000 Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV-Empfänger) mit etwa 45.000 Familienmitgliedern, die einen Anspruch auf Übernahme der Kosten der Unterkunft haben. Dementsprechend würde eine derartige Erhöhung der Nebenkostenabrechnungen zur weiteren Belastung der Hartz IV-Berechtigten führen, so dass die Stadt unter dem Strich wiederum höhere Aufwendungen für die Wohnkosten tätigen muss, was wiederum den städtischen Haushalt zusätzlich belasten würde.
Damit schneidet sich die Stadt mit einer Erhöhung der Grundsteuer teilweise ins eigene Fleisch.

Schließlich erlauben wir uns auch noch den Hinweis darauf, dass wir hierbei die Auswirkungen des für Ende des Jahres 2016 zu erwartenden, neuen qualifizierten Mietspiegels und der damit wohl einhergehenden Erhöhung der Kaltmieten zur Zeit noch außen vor lassen.

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