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Mieterhöhung

Mietspiegel, Kappungsgrenze, Jahressperrfrist, Staffelmiete


Mehr als 1 Million Mieterhöhungen verschicken Deutschlands Vermieter pro Jahr. Zwischenzeitlich dreht sich jede 10. Rechtsberatung der örtlichen Mietervereine um die Frage, ob und inwieweit „tatsächlich mehr Miete gezahlt werden muss“.

Zurzeit steigen die Mieten im Bundesdurchschnitt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um knapp ein Prozent pro Jahr. Regional, vor allem in Ballungszentren und Universitätsstätten steigen die Preise aber nach wie vor deutlich schneller. Hier liegen die Mieten 25 bis 30 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von zurzeit 5,55 € netto kalt/qm.

Viele Mieterhöhungen fehlerhaft

Nach Einschätzung von Mietervereins-Juristen sind unzählige Mieterhöhungen unzulässig oder unbegründet. Wer hier als Mieter ungeprüft zahlt, verschenkt leicht tausend Euro und mehr pro Jahr. Beispiele für immer wiederkehrende Fehler sind:

Mieterhöhung muss schriftlich erfolgen und von allen Vermietern unterschrieben werden. Textform ist zulässig. Jahressperrfrist muss eingehalten werden. Frühestens ein Jahr nach dem Einzug oder der letzten Mieterhöhung darf der Vermieter eine neue Vergleichsmietenerhöhung zuschicken. Kappungsgrenze ist zu beachten. Innerhalb von drei Jahren darf die Miete höchstens um 20 Prozent steigen. Die Miete darf dabei aber nie über die ortsübliche Vergleichsmiete hinausgehen.

Vergleichsmietenerhöhungen sind ausgeschlossen, wenn ein Staffel- oder Indexmietvertrag oder ein Zeitmietvertrag mit „Festmiete“ abgeschlossen ist. Mieterhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete müssen immer begründet werden.

Zulässige Begründungsmittel sind: Mietspiegel oder Mietdatenbank oder Sachverständigen-Gutachten oder drei Vergleichswohnungen. Existiert vor Ort ein qualifizierter Mietspiegel, muss der Vermieter seine Mieterhöhungserklärung mit diesem Zahlenwerk begründen. Stützt er seine Mieterhöhungserklärung auf Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigen-Gutachten, muss er dem Mieter zumindest zusätzlich die Zahlen des qualifizierten Mietspiegels mitteilen. Wohnfläche mit entscheidend: Nicht nur der Quadratmeterpreis laut Mietspiegel, auch die Wohnfläche entscheidet, wie viel Miete letztendlich zu zahlen ist. Nachmessen kann sich hier lohnen.

Überlegungsfrist

Der Mieter hat ausreichend Zeit zu prüfen, ob er der Mieterhöhung zustimmen muss oder nicht. Die Überlegungsfrist läuft den Rest des Monats, in dem er das Mieterhöhungsschreiben erhalten hat und zusätzlich noch zwei weitere Monate. Teilweise Zustimmung ist möglich. Der Mieter kann der vom Vermieter geforderten Mieterhöhung auch nur zu einem Teil zustimmen.

Alle wichtigen Informationen zum Thema Mieterhöhung

Die neue Mieterbund-Broschüre „Mieterhöhung“ enthält alle wichtigen Informationen zum Thema Mieterhöhung. Vergleichsmiete, Zustimmungsverfahren, Mietspiegel, Kappungsgrenze, Sperrfrist, Staffelmiete usw.: Auf 76 Seiten wird leicht verständlich anhand zahlreicher Beispiele erläutert, welche Erhöhungen der Vermieter fordern darf und welche nicht. Neben der Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete werden auch Grundzüge der Mieterhöhung nach Modernisierung oder der Mieterhöhung bei Sozialwohnungen dargestellt. Checklisten zu Mieterhöhungen und viele Tipps runden die Broschüre ab.


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